VDMAXML_P

Komponenten
vimacon seit den frühen Anfängen an der Entwicklung der VDMAXML_P-Spezifikation beteiligt und viele Konzepte von VISTA sind in die Spezifikation eingeflossen. Heute stellt VISTA die einzige vollständige Implementierung der Spezifikation dar.
Die hier aufgeführten Komponenten entsprechen, soweit praktikabel, der VDMAXML_P Spezifikation, und sind daher in jedem VDMAXML_P-kompatiblen System lauffähig. In der Regel haben sie weitere Funktionen, die zumindestens bisher nicht in die Spezifikation aufgenommen wurden.

MachineDataBroker

Die interne Kommunikation in einem VISTA-System erfolgt über den Austausch kurzer textueller Nachrichten mit XML-Markup. Mit nur 5 Nachrichtentypen (Subscribe, Unsubscribe, Get, Put und State) kann jeder Client und jeder Server im System jede Prozessvariable ansprechen. Das Kommunikationssystem ist entsprechend einfach, schnell und im Bedarfsfall leicht zu debuggen.
Kernkomponente der Kommunikation ist der so genannte "Broker". Dieser kennt alle Prozessvariablen aller Komponenten und bietet allen Client-Programmen einen einheitlichen Zugriff darauf an. Der Zugriff über den Broker macht das System für die Clients abstrakt. Sie müssen nicht mehr wissen, welche Komponente welche Prozessvariable bedient oder wie die Variable im einzelnen spezifiziert ist. Das Datenformat einer Variablen wird auf dem Transport ohne weiteren Aufwand angepasst und sogar physikalische Einheiten können dabei umgerechnet werden. Die Funktionalitäten von Clients (z.B. der Bedienoberfläche) und Servern (z.B. der Steuerung) sind für die jeweils andere Seite völlig transparent. So können einzelne Komponenten auch ausgetauscht werden ohne eine andere Komponente anpassen zu müssen.
Das Konzept des Brokers ist im Detail in der VDMAXML_P-Spezifikation erläutert. vimacon liefert zur Zeit den einzigen vollständig implementierten Broker nach dieser Spezifikation, der auch in anderen Systemen, ausserhalb von VISTA einsetzbar ist.
Einige Kenndaten des Brokers:
Verbindet sich automatisch mit allen Servern.
Client-Port bedient eine beliebige Zahl von Clients.
On-the-fly Konversion physikalische Einheiten ist möglich.
Automatisches Re-Connect im Falle eines Serverabsturzes.
Debug-Port für ComTest zur Abfrage interner Variablen.
Versionen für Linux und Windows 2000/XP verfügbar.
Einsetzbar in jedem System nach VDMAXML_P Spezifikation.

Formatverwaltung

Der Formatmanager ist die Komponente, die für die Erzeugung und Verwaltung von Format- bzw. Rezeptdaten zuständig ist.
Der Formatmanager von VISTA ist eine Komponente entsprechend der VDMAXML_P-Spezifikation. Ein selbständig arbeitender Server sammelt den aktuellen Zustand ausgewählter Prozessvariablen ein und speichert sie in einer XML-Datei (Funktion "Format/Rezept speichern"). Bei Bedarf schreibt er die gespeicherten Daten wieder in den Prozess zurück (Funktion "Format laden") und setzt damit die zuvor gesammelten Sollwerte wieder.
Standardmäßig speichert der Formatmanager seine Formate in einem lokalen Zip-Archiv, wobei alle enthaltenen Dateien gegen nachträgliche Verfälschung gesichert werden. Die Visualisierung kann Formatarchive zwischen der lokalen Datenbasis und Netzwerk- oder internen Laufwerken durch Import- und Exportfunktionen austauschen.
Beim Speichern werden Formate automatisch versioniert. Ältere Versionen können wieder hergestellt werden.
Formate können in kundenspezifischer Form in HTML-Dokumente konvertiert und über den Web-Server angesehen oder gedruckt werden. Solche Formatlisten können auch in die Produktionsdokumentation übernommen werden.
Die Kenndaten des Formatmanagers:
Eigenständiges Serverprogramm.
Entsprechend VDMAXML_P standardisierte Kommunikation über XML-Nachrichten.
Daten angeschlossener Geräte können in die Formate übernommen werden.
Ohne Anpassung lauffähig unter Linux und Windows 2000/XP.
Sein Verhalten ist über "Services" steuerbar.
Einsetzbar in jedem System nach VDMAXML_P Spezifikation.

Login-Server

VISTA erlaubt eine fein konfigurierbare Zugangskontrolle zu allen Funktionen der Bedienoberfläche. So kann jede Eingabefunktion (Taste, Dateneinbabefeld usw.) mit einem notwendigen Recht belegt werden. Nur wenn ein Benutzer eingelogt ist, der über die entsprechende Berechtigung verfügt, wird dieses Element bedienbar. Die Berechtigungen können frei definiert werden und sind nicht hierarchisch aufgebaut. Sie können z.B. unterscheiden zwischen Personen mit einem besonderen Fachwissen oder nach dem Grad der Verantwortung oder ob sie einen bestimmten Lehrgang durchlaufen haben oder nach jedem anderen denkbaren Kriterium.
Die Anmeldung eines Benutzers kann über die Bedienoberfläche durch Eingabe von Benutzername und Passwort, durch einen personalisierten Dongle oder eine SmartCard erfolgen.
Die eigentliche Benutzer- und Rechteverwaltung sowie die Verteilung der Rechte auf die angeschlossenen Komponenten erfolgt wieder über einen eigenständigen Server, den Login-Server. Alle Benutzeranmeldungen werden an den Login-Server geschickt, der feststellt, ob der Benutzer überhaupt zulässig ist und welche Berechtigungen er auf welcher Komponente hat. Diese Rechte werden dann verteilt und die Bedienfunktion entsprechend freigegeben oder gesperrt.
Bei Bedarf kann die Zugangskontrolle in EventLog oder AuditTrail dokumentiert werden. Jedes Ein- oder Ausloggen kann hier mitgeschrieben werden, was speziell bei sicherheitsrelevanten Anwendungen wie in der pharmazeutischen Industrie notwendig sein kann.
Die Kenndaten des Login-Servers:
Verwaltet eine beliebige Anzahl von Benutzern und Komponenten.
Verteilt die Berechtigungen an die einzelnen Komponenten.
Benuterdatenbank wird verschlüsselt.
Austausch der Benutzerdaten mit der Benutzerverwaltung (UserAdmin-Tool) über verschlüsselte und signierte Dateien..
Server kann Angriffe auf das System über Alarme oder email melden.
Einstellbares Verfallsdatum für Passworter.
Eigenständiges Serverprogramm.
Entsprechend VDMAXML_P standardisierte Kommunikation über XML-Nachrichten.
Ohne Anpassung lauffähig unter Linux und Windows 2000/XP.
Einsetzbar in jedem System nach VDMAXML_P Spezifikation.

Event-Logger

Der EventLog-Servers sammelt Meldungen über bestimmte Ereignisse aus dem System und speichert sie in einer XML-Datei ab.
Der EventLog-Server von VISTA ist eine Komponente entsprechend der VDMAXML_P-Spezifikation. Ein selbständig arbeitender Server führt die EventLog-Datei und jede andere Komponente im Maschinennetzwerk kann Nachrichten an ihn schicken. Die eingegangenen Nachrichten werden mit Zeitstempel versehen abgespeichert. Die Person, die die Änderung veranlasst hat wird durch den Login-Server festgestellt. Gespeichert wird der EventLog entweder in einem eigenen Archiv oder innerhalb der Chargendokumentation (Batch-Management).
Die Kenndaten des EventLog-Servers:
Eigenständiges Serverprogramm.
Entsprechend VDMAXML_P standardisierte Kommunikation über XML-Nachrichten.
Ohne Anpassung lauffähig unter Linux und Windows 2000/XP.
Sein Verhalten ist über "Services" steuerbar.
Einsetzbar in jedem System nach VDMAXML_P Spezifikation.

Audit-Trail

Der AuditTrail ist eine Art Dokumentation, die speziell durch die Vorschriften des CFR21Part11 gefordert wird. In diesem Dokument müssen alle Änderungen an sogenannten "Electronic Records", also elektronisch gespeicherten qualitätsrelevanten Dokumenten erfasst werden. Der AuditTrail muss Angaben darüber enthalten wann und durch wen welche Änderung veranlasst wurde.
Der AuditTrail-Server von VISTA ist eine Komponente entsprechend der VDMAXML_P-Spezifikation. Ein selbständig arbeitender Server führt die AuditTrail-Datei und jede andere Komponente im Maschinennetzwerk kann Nachrichten an ihn schicken. Die eingegangenen Nachrichten werden mit Zeitstempel versehen abgespeichert. Die Person, die die Änderung veranlasst hat wird durch den Login-Server festgestellt. Gespeichert wird der AuditTrail entweder in einem eigenen Archiv oder innerhalb der Chargendokumentation (Batch-Management).
Die Kenndaten des AuduitTrail-Servers:
Eigenständiges Serverprogramm.
Entsprechend VDMAXML_P standardisierte Kommunikation über XML-Nachrichten.
Ohne Anpassung lauffähig unter Linux und Windows 2000/XP.
Sein Verhalten ist über "Services" steuerbar.
Einsetzbar in jedem System nach VDMAXML_P Spezifikation.

VISTA Komponenten

Wegen der engen Verwandschaft von VDMAXML_P und VISTA kann praktisch jede Komponente von VISTA auch in VDMAXML_P-kompatiblen Visualisierungssystemen anderer Hersteller eingesetzt werden!